Willkommen bei Dibropharm

Das Unternehmen Dibropharm GmbH Distribution & CO KG ist ein unabhängiges, inhabergeführtes pharmazeutisches Unternehmen mit Sitz in Baden-Baden.

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in den Bereichen Epilepsie und Dermatologie.

 

Dibropharm GmbH Distribution & Co. KG verfügt über eine Herstellungserlaubnis nach § 13 AMG, die am 12.08.2009 vom Regierungspräsidium Tübingen, Dienstsitz Karlsruhe, erteilt wurde.

Herstellungserlaubnis
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FAQ zum Medikament

Therapie

Wie wird Kaliumbromid eingenommen?
Die von Ihrem Arzt verordnete Tagesdosis wird in der Regel auf zwei Einzeldosen aufgeteilt. Um Magenprobleme zu vermeiden, sollten die Einzeldosen von Kaliumbromid nach dem Essen mit viel Flüssigkeit eingenommen werden.

Mein Kind kann keine Tabletten schlucken. Was kann ich tun?
Wenn Ihr Kind noch zu klein ist, um Tabletten zu schlucken oder Tabletten nicht einnehmen will, können Sie die Einzeldosis z. B. in Tee, Fruchtsaft oder Wasser auflösen. Ihr Kind kann dann diese Flüssigkeit mit Kaliumbromid trinken.
Achtung: Kaliumbromid-Tabletten sind keine Brausetabletten

Wie lange muss mein Kind Kaliumbromid nehmen?
Die Therapie einer Epilepsie ist grundsätzlich eine Langzeitbehandlung, die sich über viele Jahre hinziehen kann. Ihr Arzt wird entscheiden, wann es sinnvoll ist, die Dosis zu reduzieren oder Kaliumbromid ganz abzusetzen.

Warum muss der Kaliumbromidgehalt im Blut bestimmt werden?
Kaliumbromid ist schon in niedrigen Dosierungen wirksam. Damit die Therapie gut gesteuert und überwacht werden kann, wird der Gehalt des Arzneistoffes im Blut gemessen. Diese Bestimmung des Blutspiegels dient dazu Überdosierungen und damit auch Nebenwirkungen zu vermeiden.

Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Kaliumbromid ist gut verträglich. Mehr als zwei Drittel der mit Kaliumbromid behandelten Kinder haben keine Nebenwirkungen. Treten Nebenwirkungen auf, sind sie häufig dosisabhängig und klingen oft nach Reduzierung der Dosis rasch ab. Die Nebenwirkungen betreffen meistens den Magen-Darm-Trakt (Völlegefühl, Magenschmerzen), die Haut (Akne) und das Nervensystem (verlangsamte Reaktionszeiten, Müdigkeit, unsicherer Gang).

Ernährung

Warum ist eine gleich bleibende Kochsalzzufuhr so wichtig?
Eine einigermaßen gleich bleibende Kochsalzzufuhr ist für eine erfolgreiche Behandlung mit Kaliumbromid mit entscheidend. Dies liegt daran, dass Kaliumbromid und das im Kochsalz enthaltene Chlorid in wechselseitiger Abhängigkeit stehen. Steigt die Chloridzufuhr, wird mehr Kaliumbromid über die Nieren ausgeschieden.
Diese Wechselwirkung lässt sich bei Überdosierungen nutzen: Hohe Kochsalzgaben beschleunigen die Kaliumbromidausscheidung und führen so zum Abklingen von Überdosierungssymptomen. Andererseits steigt unter salzarmer Kost der Kaliumbromidspiegel an und so können auch bei anfänglich guter Verträglichkeit im weiteren Therapieverlauf Nebenwirkungen auftreten (z. B. Erbrechen).
Bitte achten Sie im Interesse ihres Kindes auf eine konstante Kochsalzzufuhr. Andauernde Ernährungsumstellungen oder veränderte Ernährungsgewohnheiten wie z.B. im Urlaub können die Wirksamkeit oder Verträglichkeit von Kaliumbromid beeinflussen.

Ernährung – auf was muss geachtet werden?
Einige Lebensmittel enthalten versteckte Salze. Hierzu gehören in erster Linie Fertiggerichte,wie z.B. Tiefkühlpizza, Tütensuppen, Wurstwaren (z.B. Currywurst, Leberwurst, Salami,Schinken) sowie Fast Food wie z. B. Pommes Frites und Hamburger. Eine unbeabsichtigte,vermehrte Kochsalzgabe durch diese Lebensmittel kann den Kaliumbromidspiegel senken, sodass im ungünstigen Fall erneut epileptische Anfälle auftreten können.

Beeinflussen z. B. Infekte oder andere Erkrankungen den Kaliumbromidspiegel?
Durchfall oder große Flüssigkeitsverluste z.B. durch starkes Schwitzen während einesInfektes reduzieren den Chloridgehalt im Körper, während die Konzentration von Kaliumbromid im Gegenzug zunimmt. In diesen Fällen ist die Kaliumbromiddosis durch ihren behandelnden Arzt anzupassen.

Bitte berücksichtigen Sie auch, dass Appetitstörungen bei ihrem Kind z.B. im Zuge von Infekten bei mittleren und hohen Kaliumbromidspiegeln eine schleichende Überdosierung durch verminderte Kochsalzzufuhr verursachen können.

Alltag

Darf mein Kind Sport treiben?
Körperliche Betätigung wie Sport fördert in der Regel keine epileptischen Anfälle. Allerdings sind Sportarten wie Klettern an Seilen und Schwimmen für Kinder mit Epilepsie nicht immer geeignet. Besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, welche Sportart für Ihr Kind in Frage kommt.

Kann mein Kind in den Kindergarten und in die Schule gehen?
Die Eingliederung in Kindergarten und Schule wird von der Leistungsfähigkeit Ihres Kindes bestimmt. Epileptische Anfälle sind in der Regel kein Hinderungsgrund für einen Kindergarten- bzw. Schulbesuch. Allerdings müssen Erzieher und Lehrer informiert und gutvorbereitet sein, damit sie Ihr Kind führen und in die Gemeinschaft integrieren können.

Mein Kind ist müde und unaufmerksam in der Schule. Kann der Arzt helfen?
Wenn ihr Kind in der Schule oder im Kindergarten über Müdigkeit klagt, unaufmerksam ist und zu langsam reagiert, kann der behandelnde Arzt versuchen, durch eine Dosisanpassung das Ausmaß dieser Dämpfung so gering wie möglich zu halten. Die Intelligenz wird durch Kaliumbromid nicht negativ beeinflusst.

Liebe Patienten, lieber Patient,
liebe Angehörige Epilepsiekranker,

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wenn Sie sich über die Therapie mit Kaliumbromid informieren möchten, stellen wir Ihnen gerne unsere Patienteninformation zur Verfügung. Die Dibropharm Patientenbroschüre steht als Download für Sie bereit oder Sie können die Broschüre auch online mit dem folgenden Formular bestellen.

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FAQ zum Dravet Syndrom (DS)

Was ist ein Dravet Syndrom (DS)?

Es handelt sich um ein Epilepsiesyndrom, das Frau C. Dravet 1978 unter dem Begriff „severe myoclonic epilepsy of infancy“ (SMEI) beschrieben hat. Diese Epilepsie ist charakterisiert durch das Auftreten von generalisierten und/oder einseitigen klonischen und klonisch- tonischen Krampfanfällen oft im Zusammenhang mit fieberhaften Infekten. Diese treten oft früh im 1. Lebensjahr bei bisher gesunden Kindern auf. Im weiteren Verlauf werden auch myoklonische Anfälle, atypischen Absencen und partielle Anfällen beobachtet, meist therapieresistent auf  viele Antiepileptika. Häufig (allerdings nicht immer) entwickelt sich eine zunehmende  Entwicklungsverzögerung.

Die aktuell noch gültige klinische Syndromdefinition wird heute aufgrund der zunehmenden Erfahrung mit dem Krankheitsbild durch molekulargenetische Diagnostik ergänzt bzw. bestätigt..

Wie oft kommt das Dravet Syndrom vor?

Das DS wird seit einigen Jahren vermehrt diagnostiziert, da der Bekanntheitsgrad zugenommen hat und in vielen Fällen ein genetischer Nachweis möglich geworden ist. Bei Kindern mit Beginn einer Epilepsie in den ersten drei Lebensjahren werden in größeren Patientengruppen Häufigkeiten des DS von bis zu 7% beschrieben. In der Gesamtgruppe kindlicher Epilepsien einer spanischen Studie mit 365 Patienten werden Angaben von 1,4% von der Gesamtgruppe gemacht.

Genetik

Das Dravet Syndrom ist zunächst eine rein klinische Diagnose. In über 80% der Patienten finden sich Mutationen im Natrium-Kanal-Gen SNC1A auf Chromosom 2. Diese Natrium- Kanäle sind bedeutsam für die Hemmung (Inhibition) von Aktionspotentialen im Gehirn.

Bei dem typischen klinischen Bild eines DS sollte zunächst immer SCN1A-Gen-Diagnostik durch eine Blutentnahme veranlasst werden.

SCN1A-Mutationen finden sich allerdings nicht nur bei Patienten mit einem DS, sondern auch bei anderen Epilepsieformen. Ein Beispiel ist das GEFS-plus-Syndrom (generalized epilepsy with febrile seizures). Es handelt sich hier um eine mildere Variante des DS.

Wichtig ist der Hinweis, dass es sich bei den SCN1A-Mutationen bei DS meistens um Spontanmutationen handelt d.h. dass die Genveränderungen neu entstanden sind und nicht vererbt wurden. Dies kann für die weitere Familienplanung sehr bedeutsam sein.

Krankheitsverlauf

Die Phase 1 der Erkrankung beginnt zwischen dem 5. und 8. Lebensmonat, sehr selten nach dem 1. Lebensjahr. Der 1. Anfall ist typischerweise generalisiert tonisch-klonisch oder unilateral, ausgelöst durch einen fieberhaften Infekt, oft lang anhaltend (>20 Minuten Dauer) im Vergleich zu einem einfachen Fieberkrampf. Er tritt oft nach einer Impfung auf. Das nach diesem Ereignis durchführte Wach- oder Schlaf-EEG ist normalerweise unauffällig. Dieser erste Anfall wird oft als Fieberkrampf gedeutet und keine Behandlung eingeleitet. Weitere, auch afebrile Anfälle treten meist schon nach wenigen Wochen und Monaten auf und führen dann zur Vorstellung beim Arzt. In dieser Zeit fällt oft eine beginnende Entwicklungsverzögerung auf, die mit zunehmendem Alter deutlicher wird. Auch wird das Anfallsbild „bunter“.

In der 2. Phase („catastophic phase“) haben die Kinder verschiedene Anfallstypen. Es treten Grand mal oder alternierende Hemi-Grand mal Anfälle auf, myoklonische Anfälle, einfach und komplex-fokale Anfälle. Die großen Anfälle sind oft lang und gehen in einen Status epilepticus über mit der Notwendigkeit einer intensiv-medizinischen Behandlung. Neben diesen eindrucksvollen Grand mal Anfällen treten bei den Kindern in den ersten Lebensjahren myoklonische Anfälle auf, manchmal schon in den ersten Lebensmonaten, gehäuft beim Aufwachen und bei Müdigkeit. Im Schlaf verschwinden sie. Typischerweise beobachtet man bei 30-40% non-konvulsive Staten mit Umdämmerung, Myoklonien, Hypersalivation und erhöhtem Muskeltonus. Diese Zustände können mehrere Stunden (auch Tage) anhalten, wenn sie nicht unterbrochen werden.

Die psychomotorische Entwicklungsverzögerung wird im 2. Lebensjahr zunehmend deutlich. Sie betrifft auch die Sprachentwicklung, die Feinmotorik, die Wahrnehmung und Verarbeitung von Sinneseindrücken. Letztendlich sind die meisten Kinder zumindest nicht in der Regelschule beschulbar oder benötigen Integrationshilfen. Das frühe Auftreten von myoklonischen Anfällen und atypischen Absencen ist eher mit einer schlechten Langzeitprognose verbunden.

In der Phase 3 („sequel phase“) des DS hat sich oft eine stabile Situation eingestellt: die Kinder sind meist behindert. Die Anfallssituation hat sich stabilisiert mit einer mehr oder weniger akzeptablen Anfallsfrequenz und Anfallstypologie. Die Familie und die Umgebung haben sich mit der Situation des Patienten und den Problemen der Erkrankung „arrangiert“.

Diagnosestellung

Bei welchen Anfällen sollte man an ein DS denken und welche Diagnostik dann eingeleitet werden? Aus der Anfallsanamnese sind folgende Hinweise bedeutsam:

  • Früh (5.-6. Lebensmonat) begonnene und protrahiert verlaufende „komplizierte“ Fieberkrämpfe, vor allem solche mit wechselnder Halbseitensymptomatik
  • Anfälle, die nach Impfungen (bei MMR-Impfung bis zu 2 Wochen danach, sonst typischerweise 2-3 Tage nach Impfung) ausgelöst werden
  • Anfälle bei Kindergeburtstagen und ähnlichen emotionalen Stresssituationen
  • Anfälle bei heißen Bädern oder im Gefolge von schnellen Temperaturschwankungen.

Für die Diagnosestellung ist es sinnvoll, bei einem erfahrenen Neuropädiater ein EEG schreiben zulassen. Das EEG kann anfangs normal und damit wenig wegweisend sein. Wie oben aufgeführt, sollte mit einem Neuropädiater bzw. Kinderepileptologen abgesprochen werden, wann eine molekulargenetische Diagnostik erfolgen sollte.

Therapie

Eine Therapie des Dravet-Syndroms sollte nur von entsprechend ausgebildeten Fachärzten, wie z.B. Neuropädiatern oder Epileptologen, vorgenommen werden. Diese Fachärzte werden die Therapie festlegen. Im Rahmen eines umfassenden Behandlungskonzeptes  sollte immer eine ausführliche Aufklärung erfolgen.

Wichtig ist zu beachten, dass es bestimmte Antiepileptika gibt, die die Epilepsie verschlechtern können und zu einer Zunahme der Anfallsfrequenz führen.

Oft wollen die Eltern natürlich wissen, ob und wie Anfallsauslöser vermieden werden können. Bei durch heißes Wasser ausgelösten Anfällen kann dies im Einzelfall möglich sein. Auslösefaktoren wie psychischer oder physischer Stress (Kindergeburtstage, sportliche Aktivität) sollten aber nicht dazu führen, normale Alltagsaktivitäten komplett zu vermeiden. Im Gegenteil könnte z.B. Sport bei älteren Kindern mit DS nicht nur gesund, sondern sogar anfallsvermindernd wirken.

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Dibropharm GmbH Distribution & Co KG

Patienten Beratung

Beratung für Patienten oder Patienten-Eltern
Ihr Arzt hat Ihrem Kind oder Ihnen selbst Dibro-Be mono (Kaliumbromid) verordnet. Haben Sie zur Anwendung des Medikamentes Fragen, die über die Informationen des Beipackzettels oder der Patienteninformation, die Sie hier auf der Homepage abrufen können, hinausgehen, besteht die Möglichkeit, diese an unseren ärztlichen Berater, Herrn Dr. med. Reinhard Keimer, zu richten. Herr Dr. Keimer ist ein Kinderneurologe, der über eine große Erfahrung im Umgang mit Kaliumbromid verfügt. Bitte formulieren Sie Ihre Frage(n) und geben Sie in jedem Fall Ihre E-Mail Adresse an, damit Herr Dr. Keimer Ihnen antworten kann.

Fragen Sie Dr. med. Keimer

Service für Apotheken

1. Die Tabletten von Dibro-Be mono 850mg Tabletten sind teilbar. Die Dosierung wird in mg ermittelt. Lesen Sie bitte dazu die Fachinformation im DocCheck-Bereich.
2. Fragen zur Sondengängigkeit, Mörserbarkeit etc. finden Sie im DocCheck-Bereich unter FAQ´s.